Freitag, 22. Juli 2016

Dieser Blog wird in Kürze geschlossen


Eine Vielzahl der Beiträge von distomos werden nach und nach auf dem empfehlenswerten Blog jesaja66 sowie auf weiteren Webseiten veröffentlicht, damit die Artikel auch in Zukunft verfügbar sind und noch umfassendere Verbreitung finden.

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Sonntag, 1. Mai 2016

Ein letzter Beitrag


Vor 7 Jahren, am 1. Mai 2009, wurde der erste Beitrag auf diesem Blog veröffentlicht. Es handelte sich um einen kurzen Ausschnitt aus einer Predigt von Charles Spurgeon mit dem Titel „Lessons from the Christ of Patmos“. Spurgeon wusste um die Wirksamkeit von Gottes Wort, als er predigte: „Die Kraft liegt im Wort des Christus: Aus seinem Munde geht ein zweischneidiges, scharfes Schwert hervor.“ Dieses Schriftwort aus Hebräer 4,12 wurde zum Leitvers des Blogs, das griechische Wort für zweischneidig  – distomos (δίστομος) diente der Namensgebung des Blogs.

   Die sehr positiven Rückmeldungen vieler Leser waren Bestätigung, diesen Dienst über die letzten sieben Jahre fortzuführen. Charles Spurgeon sagte einmal treffend, Unterscheidungsvermögen bestehe nicht darin, das Wahre vom Falschen zu unterscheiden, sondern darin, das Wahre vom fast Wahren scheiden zu können. Geistliches Unterscheidungsvermögen zu vermitteln in einer Zeit, in der ständig neue Strömungen und Lehren entstehen, war Ziel dieses Dienstes. Dabei war es das Anliegen des Autors, stets sachlich, biblisch fundiert und mit Respekt vor jeder Person zu argumentieren.

Abschließend soll ein letztes Mal Charles Spurgeon mit zwei Zitaten aus seiner Verkündigung zu Wort kommen. Spurgeon war ein treuer Streiter für seinen Erlöser und wusste, dass der Kampf um die Wahrheit bis zum Ende ausgefochten werden muss. Mit seinem Dienst stellte er auch unter Beweis, dass fromme Worte allein keine Kraft besitzen. Es ist der Heilige Geist, der das Zeugnis von Christen kraftvoll macht.
  
   „Lasst uns daran erinnern, meine Geliebten, dass dieser Kampf zwischen richtig und falsch fortgesetzt werden muss und nicht enden wird, bis die Wahrheit gesiegt hat. Wenn du annimmst, dass unsere Vorväter genug für die Wahrheit und für Gott getan haben, und dass du nun untätig bleiben kannst, machst du einen großen Fehler. Bis zu der glückseligen Stunde, wenn unser Christus herrschen und zum HERRN über alle Lande werden wird, wird der Kampf toben. Niemand soll denken, dass wir nicht mehr wachsam sein müssen.“1

    „Wie viele Leute lesen ihre Bibel und haben keinen Nutzen davon. Die Prediger des Evangeliums mögen Gottes Wort in aller Aufrichtigkeit verkündigen, doch wenn der Heilige Geist nicht gegenwärtig ist, dann können sie gleichfalls moralische Essays halten, und nichts Gutes kommt daraus hervor. Der Heilige Geist fährt auf dem Streitwagen des Wortes umher und nicht in einem Wagen des modernen Denkens. Die Schrift ist die Bundeslade, die das goldene Gefäß mit Manna enthält, und das göttliche Licht der Herrlichkeit des Herrn strahlt über ihr auf. Der Heilige Geist Gottes wirkt durch und mit dem Worte Gottes – und wenn wir diesem Wort gehorchen, können wir gewiss sein, dass der Heilige Geist mit uns sein wird und unser Zeugnis kraftvoll machen wird.2

1 The Truth War (Der Kampf um die Wahrheit), 11. Januar 1857.

2 The Sword of the Spirit (Das Schwert des Geistes), 19. April 1891.

Samstag, 30. April 2016

Den Heiligen Geist entehren


Charles Spurgeon

Gläubige, liebe Brüder und Schwestern, ehrt den Geist Gottes, wie ihr Jesus Christus ehren würden, wäre er gegenwärtig. Wenn Jesus Christus in deinem Hause wohnen würde, würdest du ihn nicht ignorieren; du würdest nicht deinen Geschäften nachgehen, als ob er nicht gegenwärtig wäre. Ignoriere die Gegenwart des Heiligen Geistes in deiner Seele nicht. Ich flehe dich an, lebe nicht, als ob du nicht gehört hast, dass in deiner Seele der Heiliger Geist wohnt. Ehre ihn beständig. Erweise dem majestätischen Gast deine Ehrerbietung, dem es gefiel, deinen Leib zu einem heiligen Ort zu machen. Liebe ihn, gehorche ihm. Achte darauf, dass du deine eigene nichtige Phantasie  nicht dem Heiligen Geist zuschreibst. Ich habe beobachtet, wie der Geist Gottes in beschämender Weise von Personen entehrt wurde, die gesagt haben, dass sie dies und das als Offenbarung empfangen haben. Seit Jahren ist nicht eine Woche vergangen, in der ich nicht mit den Offenbarungen der Heuchler oder Fanatiker belästigt worden wäre. Halbverrückte lieben es sehr, mit Botschaften vom Herrn zu mir zu kommen, und es mag ihnen einige Unannehmlichkeiten ersparen, wenn ich ihnen ein für allemal sage, dass ich keine ihrer törichten Botschaften annehme. Wenn mein Herr und Meister irgendeine Botschaft für mich hat, weiß er, wo ich bin, und er wird sie mir direkt zukommen lassen, und nicht durch Spinner. Träume niemals davon, dass Ereignisse dir vom Himmel offenbart werden, oder du magst zu einem Verrückten werden wie diese, die es wagen, ihre unverforenen Verrücktheiten dem Heiligen Geist zuzuschreiben. 

Es ist leichter zu unterhalten, als zu unterweisen


A W Tozer

Eine religiöse Mentalität, die von Ängstlichkeit und Mangel an moralischer Courage charakterisiert wird, hat uns heutzutage ein schäbiges Christentum beschert, armselig auf intellektuellem Gebiet, langweilig repetierend und für viele Menschen ganz einfach lästig. Dieses wird als der wahre Glaube unserer Väter propagiert, als der Glaube, der in direkter Linie von Christus und den Aposteln kommt. Wir trichtern diesen abgeschmackten Brei unserer fragenden Jugend ein, und um ihn schmackhaft zu machen, würzen wir ihn mit fleischlichen Vergnügungen, die wir der ungläubigen Welt stibitzt haben. Es ist leichter, zu unterhalten als zu unterweisen. Es ist leichter, einem degenerierten allgemeinen Geschmack zu folgen, als selbst nachzudenken, und so lassen zu viele unserer führenden Evangelikalen ihren Verstand eintrocknen und verkümmern, während sie ihre Finger mit religiösen Tricks gelenkig halten, um die Neugierigen anzulocken.



A W Tozer, Gott liebt keine Kompromisse, Hänssler Verlag, 2002, S. 116-117.

Nicht mein Wille


A W Tozer

Aber jemand wird fragen: „Wenn wir beten, ‚Nicht mein Wille, sondern Dein Wille geschehe‘, verleugnen wir dann nicht unseren Willen und weigern uns, die grundlegende Fähigkeit auszuüben, Entscheidungen zu treffen, was zum Wesen der Ebenbildlichkeit Gottes in uns gehört?“ Die Antwort auf diese Frage ist ein klares Nein, aber das Ganze erfordert eine tiefere Erklärung.

Keine Handlung, die freiwillig geschieht, ist eine Aufhebung der Freiheit des Willens. Wenn ein Mensch sich für den Willen Gottes entscheidet, verleugnet er nicht sein Recht auf freien Willen, sondern er übt dieses Recht aus. Was er tut ist sein Eingeständnis, dass er entweder nicht gut genug ist, die beste Wahl zu begehren, oder dass er nicht weise genug ist, die richtige Wahl zu treffen, und aus diesem Grund wendet er sich an einen HÖHEREN, der sowohl weise als auch gut ist, um diese Wahl für ihn zu treffen. Für den gefallenen Menschen ist dies die höchste Form der Anwendung seines freien Willens.

A. W. Tozer, That Incredible Christian, Authentic Media, Milton Keynes, 2011, S.27.

Freitag, 29. April 2016

Tim Kellers Thesen


Der einflussreiche Autor Timothy Keller ist Pastor einer florierenden Gemeinde in New York City, wo seine Redeemer Presbyterian Church vor allem Besserverdiener erreicht. Daher hat Keller auch Bekanntheit in der säkularen Presse erlangt.  Keller und seine Gemeinde stehen einem Netzwerk verschiedener Gemeindegründungsprojekte vor; laut Wikipedia wurden von ihnen 250 Gemeinden in 48 Städten gegründet. Sie vertreten eine sogenannte „missionale“ Sichtweise des Christentums. „Missional“ ist der moderne Begriff für ein Christentum, das sich in der umgebenden Kultur integriert und dort „gesellschaftsrelevant“ und „ganzheitlich“ (also auch sozial und kulturell) zu wirken bestrebt ist...

...weiterlesen auf dem Blog des Betanien Verlags: hier

siehe auch Artikelserie (in englischer Sprache): Tim Keller: Dangerously Influential


Donnerstag, 28. April 2016

DAS JANUS – SYNDROM - Christentum mit zwei Gesichtern



Gott möge uns vor geistlicher Täuschung bewahren!

Der Gott Janus gehört zu den ältesten römischen Gottheiten. Die frühsten Abbildungen dieses Gottes auf antiken Münzen, zeigen ihn mit einem Doppelgesicht, vorwärts und rückwärts blickend. Der so genannte Januskopf gilt seither als Symbol der Zwiespältigkeit; wer als "janusköpfig" bezeichnet wird, gilt als "zwiespältig". Solch ein zwiespältiger Mensch ist jemand, der das eine sagt und etwas anderes meint. Satan, der Vater aller Lüge und der Herr des Gottes Janus, ist selbst janusköpfig. Satan nutzt seine ganze List, um seine Janusköpfigkeit vor den Auserwählten Gottes zu verbergen. Die Begriffe der menschlichen Sprache eignen sich trefflich dazu, um Zwiespältigkeit zu säen. Wenn es Satan gelingt, biblische Begriffe mit neuen, unbiblischen Inhalten zu füllen, dann werden jene, die ihm Gehör schenken, diese Begriffe verwenden und sich in der trügerischen Sicherheit wähnen, dem Gott der Bibel zu folgen.